Ein (hoffentlich) verfrühtes Requiem

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November 13, 2012 von JoS

Mit der Frankfurter Rundschau (FR) verbinde ich vor allem den Beginn meiner Studienzeit. In den ersten Semestern habe ich diese Zeitung täglich gelesen, natürlich abonniert. Nach meinem Um- und Auszug erledigte sich dies, weil die FR nicht liefern konnte. Postalisch, nun ja – aber die Zeitung liest man morgens.

Die FR habe ich immer wieder gerne gelesen. Sie hatte einen produktiven Politikteil, einen Wirtschaftsteil, der weit über den regionalen hinweg wuchs, ohne jemals die Unverständlichkeit der internationalen Konkurrenzprodukte zu kopieren und ein Feuilleton, das immer wieder mit Witz aufwartete.

Die FR hat einen eigenen, nicht zu ersetzenden, Platz in der deutschsprachigen Publizistik. Nicht umsonst zitiert der Perlentaucher die Neue Züchricher Zeitung (NZZ), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Welt, die Tageszeitung (taz) und eben die Frankfurter Rundschau (FR).

Der Verlust auf der FR wäre Grund genug das System in Frage zu stellen. Aber nicht einmal der Tod tut dies. Es bleibt die (verfrühte) Trauer um ein Stück Pressefreiheit.

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