Der RCDS – Eine gelebte Realsatire

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Januar 6, 2013 von JoS

Mit den Jungkonservativen ist es ja immer so eine Sache. Gottfried Ludewig wollte seinerzeit das Wahlrecht nur an „Leistungsträger“ vergeben, oder diese zumindest mit doppelter Stimme ausstatten, die JU in Münster tagt gerne bei einer Verbindung mit einschlägiger NS-Vergegangenheit und der RCDS an der Universität Duisburg-Essen (UDE) macht sich in schöner Regelmäßigkeit selbst zum Gespött.

Einmal gibt es Applaus aus den Reihen der autonomen Nationalisten, einmal zerfleischt man sich selbst mit Rassismusvorwürfen (wobei andere RCDSler gerne das Libanesenproblem in Altenessen beseitigt sehen wollen und stolz damit kokettieren, dass sie noch nie Probleme mit Neonazis hatten, ohne das dies sanktioniert würde) und nun äußert man sich zu den Auszahlungsschwierigkeiten bei der ak[due]ll.

Amüsant an dieser Äußerung ist, dass sie gerade vom stellvertretenden Vorsitzenden des RCDS, Benedikt Körner, kommt. Davon ab, dass Körner anfang der Woche einen Antrag stellte, der klar offen legt, dass er trotz jahrelanger AStA Arbeit seine eigene Satzung nicht kennt, war er nicht nur Referent in den letzten ASten, sondern zeitweilig sogar Mitglied des Vorstands. Als solches ist er unmittelbar in den Finanzskandal eingebunden. Zwar darf man unterstellen, dass er die Vorgänge um ihn herum intellektuell nie fassen konnte; aber auch hier gilt: Torheit schützt vor Strafe nicht.

In der jetzigen Stellungnahme fordert der Körner für den RCDS, der jetzige AStA möge „endlich Klarheit in [seine] Finanzen zu bringen“. Große Töne für einen, an dessen finanzpolitischer Vergangenheit sich die Staatsanwaltschaft noch immer müht. Weiter stellen die Jungrechten auch noch fest, dass sie „inhaltlich nicht hinter der Zeitung“ stünden. Auch das war zu erwarten. Der RCDS gab damals für mehr als 30.000€ eine Ausgabe einer Hochglanzzeitschrift heraus, die nur klapp Urheberrechts- und Verleumdungsklagen entging. Die ak[due]ll schafft für weniger Geld quantitativ und qualitativ mehr Output bringen. Das kann man nicht mögen.

Das wahre Schmankerl steckt aber eigentlich schon in der Überschrift der Publikation. Dort wird festgestellt, dass man keine „Schludrigkeit“ dulde. Für die Fraktion im Studierendenparlament, die gerade einmal die Hälfte der Zeit anwesend war eine nette Ansage. Vielleicht gibt es im neuen Jahr ein wenig mehr Begeisterung für den Parlamentarismus. Und Kurse in Sachen saubere Geldwäsche.

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