Tatwaffe: Megaphon

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Januar 17, 2013 von JoS

Wir können uns ja gerne streiten. Wir streiten uns über die Extremismustheorie und über die Gleichsetzung von Links und Rechts. Wie fragen uns, ob ein brennender Mercedes so schlimm ist wie ein brennender Mensch und ob ein Schädel mehr aushält als ein Helm. Das ist ja alles noch ganz spaßig, aber ein Megaphon zur Sippenhaft?

Wir wissen ja viel über Sachsen. Zum Beispiel, dass in diesem wunderbaren Bundesland Menschenketten die magische Macht besitzen, Neonazis aus mehr als 30 Kilometern am Marschieren zu hindern oder, dass ein Anruf eines Demonstranten einen sofort zum Initiator machen kann.

Aber mal ernsthaft: Jemand, dem nichts nachgewiesen wurde, dafür verantwortlich zu machen, was gewesen wäre, wenn er etwas gesagt hätte? Soviele Konjunktive tauchen nicht einmal in den gängigen Kafka-Rezeptionen auf. Für das Dresdner Amtsgericht reichte das. In dubio pro reo? Scheiß drauf! Die Gefahr in Deutschland kommt von links. So zumindest liest sich auch Spiegel-Online, welches fassungslos die Ereignisse dokumentiert.

Angesichts der Tatsache, dass der verhinderte Kofferbomber von Bonn nun doch kein Islamist, sondern eher ein Rechtsradikaler war, wird die Luft so langsam dünn für jene, die alle Fakten ignorieren. Aber Dresden hat ein gutes Vorbild geliefert. Ich kaufe mir lieber noch einen hellen Wintermantel.

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