Christdemokratisches Presse- und Freiheitsverständnis

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Januar 29, 2013 von JoS

Ich weiß es ja selbst, es ist unsinnig und müßig und ich sollte meine Zeit nicht darauf verschwenden, aber: Der RCDS macht es einem auch einfach immer wieder zu leicht, sich über ihn zu amüsieren. Früher musste man noch in Katakomben schleichen um die reaktionären Praktiken der deutschesten aller Studierendenbünde zu erforschen. Heute bieten sie alles auf Facebook feil.

Stein des Anstosses ist für mich noch immer die Aussage des Vorsitzenden des RCDS an der UDE, welcher die Gründung einer antifaschistischen Iniative, welche mit Unterstützung des DGB initiiert wurde, als Anlass nahm, Extremismus zu bekämpfen. Beim RCDS tummeln sich aber auch noch weitere interessante Presse- und Demokratietheoretische Meinungen.

So muckierten die Jung-Rechten in einer Pressemitteilung die „die einseitige Informationspolitik von AStA und der AStA-Zeitung „ak[due]ll““. Ein Kritikpunkt der berechtigt sein kann, aber auch hier gilt wieder obacht. Die ak[due]ll ist keine AStA-Zeitung. Für den RCDS scheint die Vorstellung einer Zeitung, die auch mal gegen ihre Geldgeber publiziert, so unglaublich absurd, dass sie sie garnicht in Betracht ziehen.

Wenig später folgte die nächste Beschwerde. Wieder ging es um die ak[due]ll und diesmal sogar um ein Comic in selbiger, dessen Schöpfer nicht einmal Redaktionsmitglied ist. Innerhalb dieses Comics sind Schweine in agressiver Haltung zu sehen. Der RCDS witterte dort Polizist*innen (was ja ganz witzig ist) und forderte „einen freien, unparteiischen und unideologischen Journalismus“. Als ob der Ruf nach Anerkennung staatlicher Autoritäten no matter what nicht auch eine ideologische Grundeinstellung wäre. Eine unaufgeklärte dazu.

Amüsant ist dies vor allen Dingen deswegen, weil sich der RCDS den demokratischen Diskussionsinstitutionen entzieht. Im Studierendenparlament (StuPa) schauen die Herren eher sporadisch vorbei und unliebsame Kommentare, vor allem die Meinigen, unterhalb der Pressemitteilungen werden gelöscht. Eine offene Diskussion, mit Für und Wider, das Abwiegen von Argumenten, darf also nicht stattfinden. Der Geschäftsführer des zehnköpfigen RCDS-Vorstands, Dietmar Schulmeister, führte sich auch noch dazu genötigt in einem, später gelöschten, Kommentar anzuführen, dass man so zumindest nicht die verbale Inkontinenz der Anderen ertragen müsse.

Constantin „Wursti“ Wurthmann hat inzwischen übrigens rechtliche Schritte gegen mich angekündigt. Grund ist natürlich die Wiedergabe der eingangs vorgestellten Aussage. Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist nicht vorgesehen. Aber das kennt man ja vom RCDS, der ganz unideologisch,  schon immer gerne mit fremdem Geldern gegen Menschen klagte, die etwas an ihm auszusetzen hatten.

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3 Kommentare zu “Christdemokratisches Presse- und Freiheitsverständnis

  1. Heiner Prüdele sagt:

    Jos du blödes linksextremes Arschloch!
    😉

  2. Heiner Prüdele sagt:

    Moderation ist übrigens auch Zensur!!!1111elf

    • JoS sagt:

      Werter Herr Prüderle, mir ist, als würde der Burgunder einmal wieder zu wohl kosten 😉

      Bzgl. der Moderation verweise ich auf den sog. „Fall Niggemeier„. In klagefreudiger Gesellschaft möchte ich zumindest nur Post für meine eigene Publikationen bekommen.

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