Neues vom RCDS

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Mai 14, 2013 von JoS

Sie sind doch immer wieder gut für einen Lacher, die Jungrechten vom RCDS. Heute hat der RCDS an der Universität Duisburg-Essen angekündigt nicht an den Wahlen für das Studierendenparlament teilnehmen zu wollen. Der politischen Landschaft an der UDE schadet das sicher nicht, doch sind die Begleittöne schon bemerkenswert.

So sagt der Vorsitzende des RCDS, Constantin Wurstmann: „Wir sehen derzeit keine Grundlage für eine konstruktive Arbeit in diesem Parlament.“ Das wiederum ist schon allein deswegen interessant, weil zwei RCDS-Parlamentarier auf der letzten Sitzung des Studierendenparlaments alle Anträge der Koalition mitstimmten. Hahnebüchend ist jedoch der folgende Satz: „Auch in den vergangenen Monaten wurde deshalb die Mitarbeit deutlich zurück gefahren!“ Die vergangenen Monate sind etwa elf, also die gesamte Wahlperiode. In voller Fraktionsstärke war der RCDS nur zwei Mal anwesend. Die Gesamtanwesenheitszeit dürfte unter 50% gerutscht sein.

Gleichzeitig betont der Vorsitzende und, darauf besteht er, Senator Wurstmann noch, dass man sich mehr auf die Arbeit im akademischen Senat konzentrieren wolle. Das ist auch bitter nötig! Bei den bisher acht Sitzungen des Senats nahm der RCDS nur drei Mal sein Mandat war. Von konstruktiven Wortbeiträgen oder Initiativen ist nichts bekannt.

Der offiziellen Argumentation setzt jedoch Benedikt Körner die Krone auf. Es sei eine „eine bedauerliche, allerdings auch notwendige Entscheidung, die mal nicht ohne Grund so ausgefallen ist.“, schreibt der stellvertretende RCDS-Vorsitzende. Die Begründung ist dabei besonders interessant: „Jeder Mensch hat ein gewisses potential leid zu ertragen. Meines ist im Hinblick auf den aktuellen asta, das personal in diesem und vor allem den Umgang mit anderen Menschen weit ausgeschöpft.“

Das ist vor allem aus Körners Position interessant. Körner war jahrelang AStA-Referent für Sozialpolitik. Viele seiner Versäumnisse hat die aktuelle Koalition nachgeholt. Er war jedoch auch ein Jahr lang stellvertretender AStA-Vorsitzender und, das gilt es zu bedenken, Jahre lang RCDS-Parlamentarier. Körner trug also dazu bei, dass Sitzungen nicht stattfanden, weil die Koalition nicht erschien. Was das Ertragen von Leid angeht, so scheint Körner auch zwischen Menschen und Linken zu unterscheiden. Während es in seiner Zeit normal war, dass AStA-Referenten Mitgliedern der Opposition Schläge androhten, Informationen vorenthielten oder zutiefst beleidigten, scheint es für den jetzigen AStA nicht einmal adäquat zu sein, Mitglieder der Opposition zu kritisieren.

Dass Körner den AStA zudem noch als „rotbraun grünem asta“ bezeichnet ist dabei nur eine Randnotiz. Ob er den Islam, vertreten durch die S-MFG, dabei als Pendant des Faschismus ansieht, wie es so mancher brave Christ tut, oder den SDS wieder einmal den Faschismusvorwurf macht, wie schon häufiger, ist dabei fast egal. Körner selbst verteidigt stets Burschenschaften und Verbindungen, auch solche, die offen rechtsradikal agieren. Auch seine Argumente schaut er immer wieder bei der radikalen Rechten ab. Dass die Autonomen Nationalisten die Äußerungen des RCDS zum Antifacamp lobten, war ihm egal.

Was der adäquate  Umgang mit Menschen sei, hat er vor allem 2009 in der Bildungsstreikphase 2009 bewiesen, als er die protestierenden Studis immer wieder beleidigte – vor allem auf den Internetpräsenzen der Bildungsstreikbewegung.

Dass der RCDS nicht antritt ist, wie eingangs bereits gesagt, kein Verlust für die politsiche Landschaft an der UDE. Der verkündete Neuanfang nach dem Korruptions-AStA kam nie. Es wurde nur sinnfrei gepöbelt und diffarmiert. Inhaltliche Oppositionsarbeit ließ auf sich warten. Das Getöse jedoch ist eine Frechheit, aber zum Glück gibt es Zahlen, die das belegen.

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