Verbrechen und Strafe

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November 22, 2013 von JoS

Ein Grundsatz der Pädagogik ist: Wenn man die Handlungen eines Kindes sanktioniert, so müssen die Sanktionen in Verbindung mit dem entsprechenden Vergehen gebracht werden können. Im Recht ist das nicht anders. Unser Rechtssystem ist ein Mischlingswerk. Es sieht sowohl die Vergeltung, wie auch die Prävention vor. Gefängnisstrafen werden sowohl vergeben, um ein Verbrechen zu vergelten, aber auch, um die Gesellschaft zu schützen.

Damit dieses System funktioniert, muss es einen klaren Zusammenhang zwischen der Strafe und der begangenen Tat geben. Wer dem Gemeinwohl etwas schädliches tut, der leistet Sozialstunden ab, um dem Gemeinwohl etwas gutes zu tun. Wer mit 120 durch eine 30-Zone fährt verliert seinen Führerschein. Als Vergeltung für seinen Regelverstoß und als Prävention. Und wer einen Ladendiebstahl begeht, der verliert auch seinen Führerschein, weil…?

Wenn man sich die Pläne der Großen Koalition anschaut, so kann man nur müde mit dem Kopf schütteln. Ladendiebe müssen keine schlechten Autofahrerinnen sein und Schlägertypen sind vielleicht sehr passive und höfliche Verkehrsteilnehmer. Zwischen Vergehen und Strafe besteht kein Zusammenhang. Zum Glück gibt es bereits Gegenwind aus der Justiz. Und hoffentlich sind diese Irren noch zu stoppen, bevor sie einen Koalitionsvertrag schreiben.

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