RCDS verpasst Distanzierung vom Vorgänger

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März 18, 2015 von JoS

Seit der vermeintlichen Neugründung des RCDS an der UDE unter Constantin Wurthmann betonte man stets, dass man ja mit dem namensgleichen Vorgänger nichts zu tun habe. Gestern hatte der RCDS nun – einmal wieder – die Chance, dieser Prosa auch ein wenig Handlung folgen zu lassen und einem Antrag auf Unterstützung eines ehemaligen Kommilitonen zuzustimmen, der noch immer finanziell durch die letzten Überlebensversuche des korrupten AStA betroffen ist. Getan haben sie das Gegenteil.

Die dahinterliegende Argumentation war erschreckend. Sobald jemand nicht mehr der Studierendenschaft angehörig sei, sei er nicht mehr das Problem der Studierendenschaft. Das ist nicht nur kalt und herzlos, sondern schließt auch die Hilfe für all Jene aus, die etwa von Zwangsexmatrikulationen betroffen sind. Der RCDS entzieht damit vor allem Jenen, die der Solidarität am dringensten benötigen, eben diese.

Aber noch schlimmer war eigentlich der Einwurf eines RCDS-Parlamentariers, dass er damals nicht Student dieser Universität gewesen sei – wie viele andere auch – und entsprechend nicht unter diesen Altlasten leiden möchte. Dieses Argument, welches wir sowohl aus der bürgerlichen wie auch radikalen Rechten kennen, wenn es um Reperationen geht, in diesem Falle einzubringen hat mich schon schockiert. Der RCDS versucht damit aktiv die juristische Aufklärung zu verhindern. Korpsdenken siegt am Ende doch.

Zwar zeigte man seitens des RCDS an den Akten kurzzeitig Interesse, immerhin könnten mit diesen durch die zivilrechtliche Klagen noch Gelder in die Studierendenschaft zurückfließen, stimmte dann aber, trotz übernommenen Änderungsantrag aus ihren Reihen, gegen den Antrag.

Gleichwohl, so muss ich gestehen, sollte man diesem Handeln nicht allzuviel Kalkül unterstellen. Es war traurig zu sehen, dass man sich mit diesem RCDS politisch nicht auseinandersetzen kann, da er weder kompetent in Fragen der Strukturen der verfassten Studierendenschaft ist, noch eine politische Agenda verfolgt, noch sprachlich kompetent genug ist, um eine spannende politische Debatte zu führen.

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9 Kommentare zu “RCDS verpasst Distanzierung vom Vorgänger

  1. Max Mustermann sagt:

    Man ist ja von dir sowieso nur geistigen Dünnschiss gewohnt.
    Trotzdem stelle ich mir die Frage: Glaubst du wirklich, was du im dritten Absatz schreibst, oder ist das nur ein weiterer erbärmlicher Versuch, den RCDS mit rechtsextremem Gedankengut in Verbindung zu bringen?
    Wenn du noch einen Funken Anstand hast, löschst du diese Behauptung, die an Verleumdung grenzt.

    • JoS sagt:

      Lieber Max, ich habe darauf hingewiesen, dass auch beim RCDS Argumentationsmuster vorherrschen, welcher in vergleichbarer Weise von der bürgerlichen wie der radikalen Rechten gebraucht werden. Zu diesem wie dem restlichen Dünnschiss stehe ich natürlich nach wie vor. Vielen Dank für deine freundliche und auf Invektive verzichtende Antwort.

      • Max Mustermann sagt:

        Da du in deiner Selbstgerechtigkeit Wunsch und Wahrheit anscheinend tatsächlich nicht mehr auseinanderhalten kannst, versuche ich es dir zu erklären:

        „Aber noch schlimmer war eigentlich der Einwurf eines RCDS-Parlamentariers, dass er damals nicht Student dieser Universität gewesen sei – wie viele andere auch – und entsprechend nicht unter diesen Altlasten leiden möchte.“
        Der letzte Teil des Satzes ist schlicht und ergreifend gelogen. Die Argumentation war folgende: Wenn man nicht dabei war und als einzige Erklärung diesen dürftigen und annonymisierten Antrag vor sich liegen hat, kann man wohl kaum nachvollziehen, ob tatsächlich ein Anspruch auf Unterstützung besteht.
        Von irgendwelchen Altlasten, unter denen man nicht leiden wolle, war nie die rede.

      • JoS sagt:

        Oh doch. Es ging ausdrücklich um die Möglichkeit zur Distanzierung. Und die, so meinte der Kamerad im blauen Pulli, müsse er garnicht nutzen, weil er sich damit nicht belastet sieht. Um zu diesem Ergebnis zu kommen bedarf es keiner Selbstgerechtigkeit, sondern nur einer groben Kenntnis der deutschen Sprache. Dass es bei euch Rechten dort häufig leider Mangelerscheinungen gibt, ist mir bekannt. Dazu ein Verweis: https://dannlinks.wordpress.com/2015/01/22/capslock-und-invektive/

      • Max Mustermann sagt:

        Nun gut, mit jemandem, der so überzeugt von seinen eigenen Lügen ist, kann man wohl ohnehin nicht diskutieren. Vielleicht fragst du mal deine ehemaligen(?) Listengenossen, was tatsächlich gesagt wurde. Oder sind die dir auch schon zu rechts?

        P.s. Ich hoffe meine Kommentar stellen keine allzu große Zumutung für deinen Intellekt dar, weil sie keine hochtrabenden Fremdwörter beinhalten.

      • JoS sagt:

        Ich werde das bei nächster Gelegenheit gerne noch einmal erfragen. Und nein, ich komme auch ohne distinguierten Sprachgebrauch gut aus. Bin ein durchaus ein Leser von Bukowski. Oder ist das wieder nur eine Lüge die ich mir selbst erzähle? Ich schaue lieber Mal im Bücherregal nach.

      • JoS sagt:

        Btw.: Du hast noch vergessen: „Lügenpresse – auf die Fresse“ zu schreiben. Niemals vergessen, wenn man publizistischen Organen so etwas im Grundsatz vorwirft,

      • Max Mustermann sagt:

        Vermutlich sollte ich hier gar nicht meine Zeit verschwenden, aber ich finde es wirklich amüsant, wie du dich wegen dieses selbstgefälligen, kaum beachteten Geschreibsels gleich mit den Leitmedien gemein machen willst.

      • JoS sagt:

        Och nein, es fiele mir nie ein, mich mit den sog. Leitmedien gemein zu machen. Aber eine gute Vorlage soll man nicht liegen lassen, mon cher.

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